Pressemitteilung vom 22.02.2012
Betrugs-Falle: „Niedersächsische Treuhand“ verspricht 1.052 Euro
Immer wieder werden Bürgerinnen und Bürger der Stadt Homburg von einem Gewinnversprechen genarrt. Briefe mit den Überschriften „LOTTO-Service“ oder „Schon BEZahlt, Dank.“ sollen den Empfängern vorgaukeln, sie seien von einer Behörde oder von der GEZ angeschrieben worden. Aktuell taucht ein neues, ebenfalls gerissen aufgemachtes Gewinnschreiben unter der Überschrift „Niedersächsische Treuhand“ auf.
Damit beginnt der Schwindel, denn diese „Firma“ ist schlicht frei erfunden und existiert nicht. Außerdem weist das Schreiben eine Postfach-Adresse in Stapelfeld auf, einem Stadtteil von Cloppenburg. Diese Stadt gilt als Hochburg der „Kaffeefahrten-Branche“.
Dreist ist die Lüge auch, weil eine Art Kontoauszug abgebildet ist, in dem jedem Empfänger 1.052,20 Euro und ein nagelneues mobiles Navigationsgerät versprochen werden, die angeblich bei einer kostenlosen Busfahrt in eine „Zweigstelle“ in der Nähe von Homburg entgegen genommen werden können. Einmal davon abgesehen, dass es Bargeld und attraktive Geschenke niemals gibt, relativieren die Schwindler das Versprechen auch gleich wieder. Der Kontoauszug ist nämlich mit dem Wort „Treuhandtravelkonto“ überschrieben. Das bedeutet so viel wie Reisekonto.
Vergleichbare Fälle kennt man beim Gewerbeamt der Stadtverwaltung. Hierbei wurden den Teilnehmenden angebliche kostenlose Urlaubsreisen aufgeschwatzt, die den versprochenen Betrag wert sein sollten. Das war aber eine Falle, denn es mussten Buchungsgebühren gezahlt werden, die die Abzocker in rechtswidriger Weise auch dann behalten, wenn die Kundinnen und Kunden innerhalb der 14-Tage-Frist von den Verträgen zurücktreten.
Außerdem müssen sich die Kundinnen und Kunden auf unvermutete Rechnungen einstellen. Weil es auf solchen Fahrten inzwischen regelmäßig zu Betrügereien kommt und hinterher oft das Geld unwiederbringlich verloren ist, warnt das Gewerbeamt vor der Teilnahme an derartigen Fahrten.


















